Nachdem unser Haus endlich bezogen war, passierte erst einmal nichts mehr. Der Keller wurde langsam mit immer mehr Resten vom Hausbau zugestellt, und sah bald wie ein Baulager mit Zementsäcken, Holzplanken, Teppichresten usw. aus. Da musste was passieren:

Zuerst stand eigentlich nur die Frage: "Was macht man mit einem Raum 10 x 4m ?"
Antwort: "Natürlich ein Kino ! Was sonst ? ;-)"

Naja, so einfach war es dann doch nicht. Ein wenig Abstellraum musste schon noch sein. Also wurde erst mal eine zusätzliche Wand eingezogen. Und schon war unser Kino nur noch 6 x 4 m. Aber es herrschte wieder Ordnung im Keller.

Aber da tauchte schon unser erstes unvorhergesehenes Problem auf:

 

In der Kellerecke war die Wand feucht. Pfusch am Bau? Kondenswasser? Woher kam das Wasser?

Zuerst stellten wir einen Lüfter auf, um die Ecke zu trocknen. Vielleicht war es ja doch nur Kondenswasser (Nordwand!)

Das ganze Lüften half nichts, die Ecke wurde nicht trocken. Also mussten wir die Ursache finden.

 

Zur Kontrolle haben wir erst einmal eine Öffnung in den Estrich gebohrt, und schon war der nächste Schreck da: Dort stand Wasser!!
Also doch, der berühmte Pfusch am Bau hatte auch uns getroffen. Jetzt hatten wir ein ziemlich großes Problem. Der Hof ist gepflastert, die Grünanlagen in Ordnung, und die Baufirma gab es nicht mehr!
Sollten wir nun das Haus wieder ausgraben lassen? Wer soll das bezahlen?

Da hatten wir eine Idee:

Erst einmal haben wir den Estrich so ca. 20cm von der Wand mit einer Flex abgeschnitten und herausgeholt. Da konnte man erkennen, daß das Wasser in der Fuge unter der Betonwand durchkam.
Diese Fuge haben wir dann ausgestemmt, und mit einem Spezialkleber wieder geschlossen. Und es wurde wirklich dicht!
Damit wir die Fuge aber in Zukunft weiter beobachten können, haben wir den Estrich nicht wieder aufgefüllt. Ein paar Kabeltrassen aus dem Elektrohandel in den fehlenden Estrichstreifen eingesetzt, erlauben die ständige Kontrolle der Fugen.

 

Nun endlich konnte der geplante Teppich zur Schalldämmung an die Wand:

 

Jetzt hatten wir noch einmal Glück:

In unserer Stadt wurde ein kleines altes Kino, welches schon vor Jahren geschlossen wurde, umgebaut. Die alten Kinostühle wurden für einen minimalen Preis zum Kauf angeboten.
Was ist schon ein Kino ohne die richtigen guten alten gepolsterten Kinoklappstühle? Also mussten ein paar Stühle aus diesem Kino her. Doch das bedeutete schon wieder eine Menge Arbeit.
Die Stühle waren in einem sehr schlechten Zustand. Das hieß für mich: schleifen, schleifen, und nochmals schleifen:
 

 

Da waren Farbschichten von Generationen drauf. Das dauerte Wochen, bis die Stühle auseinandergenommen, geschliffen und neu verleimt waren.

 

Auch damals gab es schon die Schmierereien auf den Kinostühlen.
 

 

In einem Stuhl entdeckten wir im Polster noch alte Eintrittskarten. Welcher Film wurde damals wohl gezeigt?
 

 

Irgendwann war auch diese Arbeit geschafft, die Stühle neu lackiert und gepolstert und endlich im Kinokeller eingebaut.

 

Langsam ist nun alles fertig. Nur die Leinwand ist noch etwas klein. Aber irgendwann wird auch das gelöst werden.

 

Endlich ist es soweit, und die Leinwand hat die richtige Größe für ein tolles Kinoerlebnis.